In unserer Rubrik “Question&Answer” beantworten wir Fragen, die Themen und Produkte von plista betreffen.

In ihrem persönlichen Dashboard können plista Advertiser den Verlauf ihrer Kampagne genau verfolgen und erhalten detaillierte Informationen über ihre Leistung. Parallel dazu greifen viele auch auf externe Analyse-Tools, wie etwa auf Google Analytics, zurück. In der Praxis ergeben sich jedoch häufig Differenzen in den ausgewiesenen Messwerten, die zur berechtigten Frage nach dem „Warum“ führen. In unserem heutigen Beitrag aus der Rubrik „Question & Answer“ wollen wir die Gründe für diese Abweichungen erörtern und Klarheit schaffen.

Gleich vorweg: Unterschiedliche Messwerte sind per se kein Grund zur Sorge. Differenzen von ca. 20 Prozent sind nicht unüblich. Doch gelegentlich fallen die Unterschiede größer aus. Hier gilt es, der Sache genauer nachzugehen und die Ursachen dafür zu beseitigen. Die Abweichungen können dabei aus einer Vielzahl unterschiedlichster Faktoren resultieren. Die wichtigsten davon wollen wir nachfolgend kurz umreißen.

Unterschiedliche Messgrößen

Besonders häufig sind Differenzen in den ausgewiesenen Werten für eine Advertising Kampagne auf die unterschiedlichen Funktionsweisen von Analyse-Tools zurückzuführen. So erfolgen die Messungen bei plista beim Klick auf das Werbemittel. Im Vergleich dazu zählen On-Site-Tracker wie Google Analytics die Besuche auf einer Seite – und zwar erst dann, wenn die abgerufene Page vollständig geladen wurde. Der Grund dafür ist rein technischer Natur: Web-Analytics-Tools werden meistens per JavaScript erst am Ende einer Seite eingebunden und daher auch als letzte geladen. Wird eine Seite nicht vollständig geladen, z.B. weil der User abgesprungen ist oder bereits weitergeklickt hat, so wird auch dieser Besuch nicht mitgezählt.

Ladeprobleme

Verzerrungen entstehen auch, wenn die Zielseite Ladeprobleme aufweist: Beim Klick auf das Werbemittel wird der Besucher zwar korrekt weitergeleitet, doch die Seite wird nicht oder nur sehr verzögert geladen. Aus den oben genannten Gründen berücksichtigen Analyse-Tools diesen Besuch nicht, während der Klick auf den Teaser erfolgreich gezählt wird.

Browser- und Sicherheitseinstellungen

Eine weiterer Stolperstein für Web-Analytics-Tools sind die individuellen Browser-Einstellungen der Benutzer. Denn viele User blockieren bewusst JavaScript oder Cookies, was teilweise zu gravierenden Unterschieden in den Zahlen führt. Als JavaScript-basiertes Tool, das sich fast ausschließlich Cookies bedient, ist Google Analytics dann nicht dazu imstande, das Geschehen auf einer Seite auszulesen. plista hingegen registriert die Klicks auf das jeweilige Werbemittel und gibt diese korrekt an. Auch manch eine Sicherheitssoftware kann Google Analytics einen Riegel vorschieben und dadurch die Auswertungsergebnisse verzerren.

Fehler im Tracking-Code

Doch nicht immer ist die Technik „schuld“. Manchmal schleicht sich der Fehlerteufel beim Programmieren ein. Sind z.B. die Tracking-Parameter auf der Landing Page falsch eingebunden, führt dies zu verfälschten Ergebnissen. Daher lohnt es sich, vor dem Start einer Kampagne den Tracking-Code noch einmal sorgfältig zu überprüfen.

Probleme beim Tool-Server

Auch Web-Analytics-Tools sind nicht vor Fehlern sicher. Bei zu vielen Anfragen, die gleichzeitig eingehen, kommt es gelegentlich binnen kürzester Zeit zum Datenstau. Aufgrund des vollen Zwischenspeichers können die Daten dann unter Umständen nicht verarbeitet werden, was zu abweichenden Messwerten führen kann.

Bots vs. Besucher

Last but not least: Nicht alle Analytics-Tools unterscheiden Suchmaschinen-Bots von echten Besuchern und zählen deren Visits ebenfalls mit. Bei plista hingegen werden diese als Fraud-Clicks erkannt (Fraud-Detection) und nicht abgerechnet. So geht auch Google Analytics vor.

Dies sind nur einige der häufigsten Ursachen, die zu Abweichungen in den ausgewiesenen Werten führen können. Angesichts ihrer Fülle summieren sich die Unterschiede und ergeben so unterm Strich zum Teil signifikante Abweichungen. Einen richtigen oder falschen Messwert gibt es daher nicht – vielmehr geht es darum, diese Werte nur innerhalb der jeweiligen Tools zu analysieren, um daraus schlüssige Erkenntnisse ziehen zu können.

Autor: Milko Malev, Senior Marketing Manager bei plista