Mobile Advertising 2011 – Zwischen Mehrwert und Selbstreflexion
Man muss sich im morgendlichen Arbeitsverkehr nur einmal die Menschen in den U- und S-Bahnen Berlins näher betrachten und es überfällt einen die Gewissheit: Die Maschinen haben gesiegt. Die digitale Revolution ist nicht nur gekommen, sie ist im Bereich der Informationsgesellschaft vollzogen. Mein Sitznachbar zockt auf seinem Blackberry eine herrlich charmante Retro-Version Icy Tower, mein Gegenüber liest auf seinem iPad Zeitung und ich enthalte mich dem ganzen Trubel noch weitestgehend, indem ich mich von Arcade Fires Suburbs aus dem iPhone berieseln lasse.
In einer derart vernetzten Gesellschaft ist Mobile Advertising schon lange ein Thema, aber erst vor Kurzem hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft zu diesem Thema das Jahr 2010 resümiert und aktuelle Zahlen und Ergebnisse veröffentlicht. Grund genug, kurz ein paar Worte dazu zu verlieren.
Das Konzept ist deckungsgleich mit dem der etablierten Medien. Kostenlose Nachrichten, Spiele und andere Unterhaltungs- und Informationsangebote werden durch Werbung finanziert und bleiben so für den Nutzer auch kostenlos. So wie das Medium fällt auch die Werbung eben nur ein bisschen kleiner aus. Zwischen der Art der Anzeigenschaltung gibt es auf dem mobilen Endgerät natürlich die gleichen gravierenden Unterschiede wie auf dem Desktop-PC oder auch der haptischen Zeitung. Manche Anzeigen fügen sich homogen in das Gesamtbild und Informationserlebnis ein, andere nerven einfach nur. Doch dazu später mehr, jetzt erst einmal zu den reinen Zahlen.
Laut Erhebung der United Mobile Advertising (MAC) der Fachgruppe Mobile im BVDW verzeichnete der Markt im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum um ca. 40 Prozent. Insgesamt schalteten die Advertiser 1.221 Kampagnen auf mobilen Endgeräten und ihre Zahl stieg auf 248 Unternehmen, was einem Anstieg um mehr als 27 Prozent entspricht.
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