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Bannerblindheit als Chance?

Aus gegebenem Anlass möchten wir heut wieder einmal die Gelegenheit nutzen, die Vorzüge des plista-Konzepts gegenüber klassischeren Online-Werbeformaten vorstellen. Bei klassischer Online-Werbung denkt der geneigte Nutzer zuallererst an großformatige Werbebanner, die beim Öffnen einer Seite aufpoppen, sich frech über den ganzen Bildschirm spannen, ihm die Sicht auf das Wesentliche versperren, ausschließlich jene Aufmerksamkeit für sich beanspruchen können, die sich dem Suchen und Finden des X-Buttons widmet und in den ganz üblen Fällen auch noch ungefragt den Gehörgang strapazieren.

Popup-Banner, die auf anstrengende Art und Weise den Surfvorgang unterbrechen, stellen die nervigste Form von Bannerwerbung dar, aber natürlich geht es auch anders. Auch wenn man nicht vergessen darf, dass das Online-Marketing mit Bannern maßgeblich seine Anfänge genommen hat, haben die lange Zeit unverzichtbaren Formate heute in den meisten Fällen aber viel von ihrer Relevanz eingebüßt. Karsten Zunke hat ein Interview mit Carsten Theisen vom Marktforschungsunternehmen TNS Infratest geführt, das die Banner-Relevanz diskutiert und auch die Frage beleuchtet, warum Formate wie plista immer wichtiger werden.
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Aus Monolog mach Dialog – Der Trendreport 2011

Auch wenn Google + in letzter Zeit eine Menge Aufmerksamkeit bekommen hat und wertvolle Akzente, auch für die Zukunft, im Social-Media-Bereich setzen konnte, soll es heute wieder einmal um Facebook gehen. Es scheint heutzutage ein absolutes Muss zu sein, als Unternehmen nicht nur einen gut funktionierenden Online-Auftritt, sondern auch eine offizielle Facebook-Seite zu haben. Selten genug wird bei der Umsetzung die Frage gestellt, ob sich denn die entsprechenden Zielgruppen überhaupt auf Facebook rumtreiben und wenn ja, ob man sie mit der Seite erreicht. Diesem grundsätzlichen Problem zum Trotz kann man aber davon ausgehen, dass mittlerweile tatsächlich fast alle möglichen Zielgruppen der verschiedensten Unternehmen über Facebook zu erreichen sind. Damit tun sich nicht nur großartige Selbstdarstellungs- und Akquise- sondern auch die oft beschworenen und wichtigen Dialog-Möglichkeiten auf.


(Quelle: blog.zucker-kommunikation.de)

Zucker.Kommunikation hat zusammen mit den Digitalagenturen pilot und buddybrand auch dieses Jahr wieder offizielle Facebook-Unternehmensseiten untersucht und dazu den„Trendreport Juli 2011: Facebook, Marken und TV in Deutschland“ veröffentlicht. Dabei wurden vor allem jene Unternehmen analysiert, die durch hohe Werbeausgaben im TV-Bereich auffielen.
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Vom Vollpreisspiel zum Casual Gaming. Und zurück?

Haben wir vor Kurzem bereits über die momentanen Intensiv-Kampagnen für alkoholfreie Biere gesprochen, möchten wir heute kurz einen Trend diskutieren, auf den einen ebenfalls die Fernsehwerbung aufmerksam macht. Von der Amateur-Doktorei über Sternenallianzen zum Hotelfachwirt oder Profifarmer – Browsergames stehen aktuell ganz vorn auf der Agenda der Aufmerksamkeit. Sie hatten schon immer ihre Anhänger, aber die Offensive, die jetzt an Fernsehwerbung gefahren wird, sorgt für einen explosionsartigen Anstieg der Spielerzahlen. Dabei ist das angesprochene Klientel ein ganz anderes, als das der klassischen PC-Spieler. Waren die Browsergameanhänger früher noch eine Art Subkultur in der Subkultur, sollen durch die aktuelle Werbeoffensive vor allem Nutzer gelockt werden, die das kurze, einfache und finanziell ungebundene Spielvergnügen suchen. Leute also, die mit klassischen PC- und Videospielen nicht unbedingt viel am Hut haben müssen.

Nicht alle Casual Games sind Browsergames, aber fast alle Browsergames sind ziemlich casual. Eine simple aber wirkungsvolle Unterscheidung, die für die Erklärung der hohen Zuwachsraten notwendig ist. Denn Anhänger klassischer Computerspiele, deren Hürde im Gegensatz zu den Browergames auch im vergleichsweise hohen Anschaffungspreis besteht, suchen vor allem das möglichst tiefe Eintauchen in eine virtuelle Realität und die Identifikation mit den eigenen Erfolgen darin. Der Fachmann (Ja, auch im Bereich Computerspiele wird wissenschaftlich geforscht.) bezeichnet einen solchen Zustand als Immersion. Gerade dieser wird bei Browergames aber nicht gesucht, vielmehr geht es um schnelle Zerstreuung und simples Spielvergnügen mit geringstmöglichen Einstiegsschwierigkeiten ohne langwierige Lernphase. Und wie ist der momentane Hype zu erklären? Wie sieht das Geschäftsmodell aus und wie werberelevant ist es?
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Google Plus – Warum gerade jetzt?

Das Internet ist bekannt dafür, einen unglaublichen Hype für bestimmte Neuheiten auslösen zu können. Bei diesen Neuheiten kann es sich um Autos, Lampen, iPhone-gesteuerte Flugdrohnen, Neon-Klingelschilder oder sogar Duschgel handeln, wie Old Spice eindrucksvoll bewiesen hat. Was gut gemacht ist und gefällt, egal aus welcher „Offline-Branche“ es stammt, kann durch das Netz zu ungeahnten oder aber auch wohlkalkulierten Höhenflügen gelangen. Noch euphorischer aufgenommen werden meist Neuheiten, die der Fachmann als endogen oder systemintern bezeichnen könnte. Online-Neuheiten. Warum das so ist, ist schnell erklärt.

Zum einen liegt es an der Selbstreferentialität des Verbreitungsmediums. Jede Plattform berichtet gern über sich selbst, daher ist es logisch, dass das Internet betreffende Nachrichten im Internet auch stärker kommuniziert werden. Der Start eines neuen Fernsehsenders würde im Fernsehen auch überdurchschnittlich stark kommuniziert werden. Zum zweiten, und der Punkt ist wesentlich wichtiger, liegt die Euphorie in der Möglichkeit bedingt, sich die Neuheiten, über die gerade berichtet wird, sofort selbst anzuschauen. Die Old-Spice-Spots waren großartig, aber trotzdem musste man erst mal in die nächste Drogerie rennen und Geld ausgeben, um einen Eindruck des Produkts zu bekommen. Damals bei facebook und jetzt bei Goolge Plus ist das anders. Alles nur ein bisschen Tastengeklimper und Mausgeklicke entfernt bzw. eben naheliegend. Und warum Google Plus gerade jetzt? Wo liegt der Mehrwert?
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Kann ja mal vorkommen…

Ist Ihnen mal aufgefallen, wie viel Werbung für alkoholfreies Bier es in letzter Zeit gibt? Nicht, dass das etwas Schlechtes wäre, interessant finde ich es aus einem ganz bestimmten Blickwinkel.

Die Gesundheitsindustrie, gar nicht unbedingt die Pharmazie sondern wirklich jene Unternehmen, die ihr Geld mit der Ausgewogenheit des menschlichen Organismus verdienen, fahren bereits seit einigen Jahren massive Werbeetats auf, um sich zu vermarkten. Und das ist gut, schließlich macht es doch Sinn, den Körper mit Sauna, Fitnessstudio, ausgewogener Ernährung etc. zu verwöhnen, Wellness-Reisen zu unternehmen, mit Becel auf das Colesterin zu achten oder die ein oder andere Diät auszuprobieren, die wirklich etwas bringt und so gut wie keinen Jojo-Effekt hat. Zigarettenwerbung ist in Deutschland bereits seit 1974 in Fernsehen und Radio verboten, auch in Zeitschriften, Zeitungen und Kinos hat sie es schwer.

Und jetzt weitet sich die Gesundheitsoffensive auf einer der letzten Bastionen der vorwiegend männlich-ungesunden Entspannung aus: das FeierabendundsonstauchohneklarenGrundBier. Da, wo ein Glas Wein pro Tag das Herzinfarktrisiko empirisch belegbar senken soll, macht Bier nur dick und führt zu schleichender Abhängigkeit. Aber gleich auf den Trunk mit der großen Historie und unumstößlichen Bedeutsamkeit seit 1516 verzichten? Das wäre ja zu viel des Guten. Ergo führt nun seit einiger Zeit fast jede kommerziell erfolgreiche deutsche Brauerei auch einen alkoholfreien Ableger im Angebot. Wobei mich persönlich das Pils da gar nicht so stark interessiert. Ich halte es eher mit Heinz Strunk und abstrahiere: Weizen ist mein Pils. Wie ist die zunehmende Bedeutung, vor allem in der Werbung, aber zu erklären?
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Die Blogosphäre und der professionelle Journalismus – Teil 3

Im dritten und letzten Teil unserer kleinen Serie über das das Verhältnis zwischen der Blogosphäre und dem professionellen Journalismus stehen diese Woche die Durchführung und Auswertung der Untersuchung, die daraus resultierenden Ergebnisse und zumindest der Versuch eines Fazits über die journalistische Professionalität der Blogger und ihrer Plattformen.

Wir hatten uns im zweiten Teil darauf verständigt, aufgrund der besseren Vergleichbarkeit jene deutschen Blogs als Untersuchungsmaterial zu betrachten, die Software, IT, digitale, Technik, soziale Netzwerke und Gadgets als Hauptinhalt thematisieren und in Jens Schröders deutschen Blogcharts vom 31. März 2011 die zehn vordersten Plätze belegen. Hier also auch noch einmal der kurze Hinweis. Die Untersuchung wurde bereits vor einiger Zeit durchgeführt, daher sind die Daten zwar nicht topaktuell, dafür die Tendenzen. Zur Auffrischung hier noch einmal die untersuchten Blogs:

1. Basic Thinking Blog (Platz 6 der Top 100)
2. engadget German (Platz 8 der Top 100)
3. netbooknews.de (Platz 10 der Top 100)
4. Gizmodo (Platz 13 der Top 100)
5. macnews.de (Platz 14 der Top 100)
6. GoogleWatchBlog (Platz 16 der Top 100)
7. mobiFlip.de (Platz 22 der Top 100)
8. ifun/iPhone (Platz 28 der Top 100)
9. Loadblog (Platz 53 der Top 100)
10. Macerkopf (Platz 69 der Top 100)

(vgl. Schröder 2011)

Anhand dieser Blogs wurde die Untersuchung nach den Variablen, wie im ersten Teil der Serie operationalisiert, durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 20 Artikel, zwei für jeden Blog, auf die Erfüllung bzw. Nichterfüllung von je acht Variablen bezüglich der inhaltlichen Qualität der Artikel geprüft. Nachdem die Auswahl der zu untersuchenden Blogs zuvor dezidiert begründet wurde, ist natürlich auch die Auswahl der entsprechenden Artikel von größter Wichtigkeit. Es wurden also jene Artikel zur Untersuchung ausgewählt, die am 17. Mai um 09:30 Uhr die beiden neuesten Veröffentlichungen darstellten und bei denen es sich nicht um kenntlich gemachte „Sponsored Posts“, also bezahlte, Werbe- oder PR-Veröffentlichungen, handelte. Diese Methode wurde angewendet, da zu diesem Tag und dieser Tageszeit jede Art von Artikel die gleiche Chance hatte, die neueste Veröffentlichung darzustellen und somit jedes Element aus der Grundgesamtheit der Artikel Eingang in die Stichprobe finden konnte. Die Grundlage der ersten Untersuchung bilden nun die Kriterien von Weischenberg, Kleinsteuber und Pörksen (nachzulesen in Teil 1).
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