Trend 2011 – VoIP-Telefonie à la Skype & Co.
Im Oktober vergangenen Jahres haben wir bereits die „Trends und Treiber der deutschen Internetwirtschaft bis 2012“ betrachtet. Ein Trend, der sich momentan abzeichnet, erhielt damals jedoch nicht den angemessen hohen Stellenwert – die Internettelefonie.
Das European Information Technology Observatory (EITO) hat Daten erhoben, denen zufolge in Deutschland ein Anstieg der Nutzerzahlen um ca. 13,5% auf 11 Millionen Nutzer während der letzten Jahre zu verzeichnen war. Aufgrund der sich stetig verbessernden technischen Standards und natürlich auch der voranschreitenden Globalisierung, ist für die Zukunft ein weiterer Anstieg der Nutzerzahlen für die Internettelefonie zu erwarten. Die Vorteile liegen ja auch klar auf der Hand.
Die benötigten VoIP-Anwendungen (Voice over IP) werden vielfach kostenlos zur Verfügung gestellt (z.B. Skype, Google Talk, Yahoo Messenger) und es gibt immer weniger Haushalte, in denen kein Breitband-Internet mit WLAN vorzufinden ist.
Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen Gesprächen, die kostenlos über Sofortnachrichtendienste geführt werden können, auch solche bieten Skype und Co. ja vor allem an, und echter Internettelefonie. Bei der beliebten Videokonferenz per Skype müssen beispielsweise beide Parteien vor dem Computer sitzen und beim gleichen Dienst angemeldet sein. Für die Internettelefonate zu einer echten Telefonnummer berechnen diese Anbieter dann zusätzliche Kosten, die aber in manchen Fällen, vor allem bei Auslandsgesprächen, noch deutlicher preiswerter als die normalen Telefongebühren sind. Für echte VoIP-Telefonie ist natürlich einiges an technischem Zubehör notwendig. Der Nutzer kann nach dem Abschluss eines entsprechenden Vertrages gleich in die Vollen gehen und sich ein IP-Telefon zulegen, oder aber mittels eines Adapters sein bisheriges Telefon umrüsten und der Internettelefonie befähigen. Wichtig ist hier vor allem ein Preisvergleich unter den Anbietern wie beispielsweise Alice, O2 oder 1&1, die alle auch entsprechende Flatrates anbieten. Ein Vorteil ist auch noch in der Telefonnummer zu sehen. Da die Gespräche über das Internet geführt werden, ist der Nutzer nicht mehr auf ortsgebundene Vorwahlen angewiesen und behält seine Nummer, egal wohin er innerhalb Deutschlands umzieht.
Gerade für die Sofortnachrichten-Dienste wie Skype ergeben sich durch den Trend natürlich auch gute Werbemöglichkeiten. Es leuchtet ein, dass der Aufwand, sich eine umfassende Internettelefonie einzurichten, größer ist, als mal eben Freunde im Ausland per Skype anzurufen. Gespräche zu Telefonnummern ins Ausland kosten ab 2 Cent pro Minute. Durch die Verankerung des Produktes im Online-Bereich ist der Rezipient äußerst affin für gute Landingpages oder auch Rabattaktionen, die den Umstieg von „normaler“ Skype-Nutzung auf IP-Telefonie über diesen oder einen ähnlichen Dienst versüßen oder zumindest zum Ausprobieren anregen.






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