Interview mit Jana Kusick

Im vierzehnten Teil der Mitarbeiter-Interview-Reihe stellen wir heute Jana Kusick (27 Jahre alt) vor.

Jana Kusick

Jana, was war der erste Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?
Schauspielerin, Lehrerin, Pilotin. Das sind die drei, an die ich mich erinnern kann. In der Reihenfolge.

Wie ging dein Weg von da an weiter und was hat dich zu plista verschlagen?
Ich habe 2003 mein Abitur gemacht und wusste überhaupt nicht, was ich studieren möchte. Die Schauspielkunst habe ich nach der Schule nicht weiterverfolgt, den Aufnahmetest für die Pilotenausbildung habe ich nicht bestanden und Lehrerin wollte ich nach 13 Jahren Schule nicht mehr werden.
Ich bin am Tag der Zeugnisübergabe nach Paris gegangen und habe dort im Disneyland gearbeitet. Dort habe ich Fotos von Touristen gemacht und diese verkauft, ergo habe ich überlegt, ob Fotografie nicht was für mich wäre. Das hab ich jedoch wieder verworfen und bin weitergezogen nach Edinburgh, Schottland, wo ich als Teamleiterin und Hochzeitsplanerin in einem Café und Theater gearbeitet habe. Danach bin ich nach Barcelona gezogen und habe dort als Supervisorin im Hardrock Café gearbeitet. Dort lernte ich dann ein Mädchen kennen, das mir erzählt hat, sie wäre überglücklich mit ihrem International Business Studium auf einer privaten Uni in Berlin. Gleichzeitig hab ich einen Artikel in der FAZ über genau diese Universität gelesen und mich dann entschlossen, in Berlin International Business zu studieren. Hier habe ich in drei Jahren mein Diplom durchgezogen. Sieben Monate des Studiums hab ich dann noch in Dublin verbracht und anschließend für drei Monate ein Praktikum in Barcelona gemacht. 2008 hatte ich mein Diplom und habe dann in Utrecht noch 10 Monate lang einen staatlichen Bachelor draufgesetzt, weil ich mir mit meinem privaten Abschluss nicht die Tür zum Master zumachen wollte.
Danach kam die ganz klassische Bewerbung über monster, stepstone, und die bekannten Portale und jetzt bin ich bei plista.

Wofür bist du bei plista zuständig?
Ich betreue unsere Key Accounts, sowohl auf Verlags- als auch auf Vermarkterseite. Neben dem klassischen Verkauf, den Kundenbesuchen und Präsentationen, gehören dazu genauso Betreuung, Weiterentwicklung von individuellen Konzepten und Ideen, Messen, Networking-Events sowie Cross und Upselling.

Wie würdest du die Arbeit in einem Startup beschreiben?
Ganz intuitiv ist das Startup-Feeling für mich erst mal super! Einerseits ist man sehr auf sich gestellt. Das kann natürlich teils problematisch sein, vor allem, wenn man jetzt, so wie ich, nicht so aus der Online-Welt kommt. Andererseits kann man wirklich mitreden, mitgestalten, seine Meinung sagen. Ich habe sehr schnell Verantwortung bekommen und mir wird großes Vertrauen entgegengebracht, das ich ein tolles Gefühl. Klare Strukturen müssen sich erst noch bilden, manchmal ist das hinderlich, meistens aber Anlass dazu, selbst Entscheidungen zu treffen oder Strukturen aktiv mit zu formen. Natürlich ist es auch sehr spannend, an der Optimierung von Arbeitsprozessen mitzuwirken, die sich dann später etablieren und die Unternehmenskultur ausmachen. Jeder ist so seine kleine Ich-AG, aber man merkt klar, dass wir eine großes Team sind, das in die gleiche Richtung will.

Hast du Hobbys, die dich einzigartig machen?
Ich liebe reisen, gutes Essen, kochen, Krimis lesen, Sport und meine Freunde! Das macht mich allerdings sicher nicht einzigartig ☺!

Welche Relevanz haben soziale Netzwerke für dich?
Ich finde Facebook wunderbar. Xing nutze ich beruflich. Twitter, Blogs, studiVZ und Co. interessieren mich nicht. Facebook hat klar den Zweck, Kontakt zu Bekannten zu halten, gerade, da ich so viel im Ausland unterwegs war. Werbung in sozialen Netzwerken hat für mich kaum Relevanz, die ignoriere ich, wahrscheinlich unbewusst.

Stört dich Werbung auch in anderen Bereichen deines privaten Lebens?
Da ich seit 7 Jahren keinen Fernseher habe, stört mich Werbung wenig. Wenn ich dann mal Fernsehen schaue, ist es sogar so, dass ich mir die Werbepause gerne anschaue, weil mich auch interessiert, wie sich Werbung verändert. Da ich so in halbjährlichen Intervallen mal vor dem Fernseher sitze, bemerkt man da auch durchaus Veränderungen, die man eben nicht mitbekommt, wenn man durch täglichen oder wöchentlichen Konsum an den fließenden Übergang gewöhnt ist. Alles in allem gehört Werbung für mich zum Leben dazu. Fernsehsender, Radiosender, Webseiten und Zeitungen finanzieren sich dadurch und das akzeptiere ich.

Hast du konkrete Vorbilder und wenn nicht, wer oder was inspiriert dich dann?
Konkrete Vorbilder habe ich nicht, mich inspirieren viele Menschen in meinem nahen Umfeld. Humor und Ehrlichkeit sind Eigenschaften, die ich sehr schätze. Wahrhaftigkeit/Authentizität ist mir sehr wichtig.

Wie sieht für dich die Zukunft des Online-Marketing aus und welche Rolle könnte plista dabei übernehmen?
Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch keine definierte Meinung dazu habe, die ändert sich von Woche zu Woche. Ich glaube vor allem, dass es in Zukunft darum gehen wird, wirklich crossmedial zu verkaufen. Man muss Pakete schnüren, mit denen man Werbekunden, Leser, Abonnenten, User usw. abholt und zweitens die Vielfalt anbietet, die der Kunde wünscht und braucht. Online verändert sich sehr schnell und um die Zukunft gestalten zu können, muss man den richtigen Mittelweg zwischen etablierten Methoden und neuen Angeboten finden. plista ist meiner Meinung nach auf einem guten Weg, eine wichtige Rolle im Online-Marketing zu spielen.

Es besteht die These, dass die alten Medien zunehmend durch die neuen Medien dominiert werden und irgendwann verschwinden könnten. Könnte man über Werbeformate auch eine solche These formulieren?
Ich würde auf jeden Fall sagen, dass statische Systeme abgelöst werden, es wird alles dynamischer werden, vor allem online. Klassische oder alte Medien müssen sich verändern und werden sicher weniger und weniger Einfluss auf uns haben. Allerdings bin ich diesbezüglich etwas altmodisch, zumindest im Vergleich zu einigen Kollegen, da ich sicher bin, dass sich wichtige alte Medien noch lange halten werden. Die Tagesschau und die Tageszeitungen werden auf keinen Fall komplett vom Internet verdrängt werden, zumindest nicht, solange ich noch lebe. Da spielt auch die Haptik eine große Rolle, ich hole mir viel lieber einen Spiegel oder die WELT am Kiosk, als dass ich diese online lese. Ich würde auch niemals ein Buch auf dem iPad lesen wollen, zumindest jetzt noch nicht.

Könntest du dir vorstellen, in einer gänzlich anderen Branche zu arbeiten?
Vielleicht werde ich ja noch als Schauspielerin entdeckt *schmunzelt*… Ja natürlich könnte ich mir einen völlig anderen Job vorstellen. Ich liebe Abwechslung und habe etwas Nomadisches in mir. Mein Vater nannte mich oft Stadtschamanin.
Ich habe auch die Idee mich irgendwann mit Freunden selbstständig zu machen, wir haben verschiedene Ideen. Einerseits in der Filmbranche, andererseits in der Gastronomie. Fürs Erste werde ich allerdings sicher noch eine Weile hier bei plista bleiben.

Hättest du völlig freie Hand, wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten?
Ich wäre gern ein bisschen mehr unterwegs, mehr draußen. Büro ist für mich noch gewöhnungsbedürftig, aber es wird immer besser. Viele Kundenkontakte außerhalb der Büroräume habe ich bereits. Ich würde mich aber auch gerne einfach mal in den Park setzen und von dort aus arbeiten. Das ist in unserem Online-Beruf ja möglich, aber noch mache ich es nicht. Vielleicht passiert das ja irgendwann.

Zum Abschluss: Hätte plista ein Tier im Logo, für welches würdest du dich entscheiden?
Eine Raupe, die auf dem besten Weg dahin ist ein Schmetterling zu werden. (Wie kitschig ☺)!

Vielen Dank, Jana!

Kategorie: plista - Das Team

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Letzte Kommentare

  • Emilio: Anni und Anna das Beste : ) Ich will ein mal für...
  • epagee: Schöner Artikel, auf den Punkt getroffen.
  • plista: Vielen Dank für Ihr Feedback “habiger”....

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