Trends und Treiber der deutschen Internetwirtschaft bis 2012
Das Internet ist ein komplexer Raum, der immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt und daher wissenschaftlichen Untersuchungen eine nahezu unbegrenzte Themenvielfalt bietet. Die Studie “Die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012 – Überblick, Trends und Treiber”, die hier eingesehen werden kann, wurde vom Internetverband eco und der Unternehmensberatung Arthur D. Little herausgegeben und systematisiert erstmal die deutsche Internetwirtschaft in ihrer Gesamtheit.
plista möchte kurz die Ergebnisse zur Online-Advertising-Branche vorstellen.
Die Studie identifiziert Bannerwerbung als noch am weitesten verbreitete Werbeform und bezieht sich auf die beiden Veränderungen, die sich auf diesem Gebiet vollzogen haben. Erstens: Vom statischen Bild (JPEG) zum Video (GIF, Flash)
Zweitens: Von der In-Site-Integration (feste Struktur) zum On-Site-Format (Pop-Up)
Eine Rolle spielt natürlich auch das Suchmaschinenmarketing, wobei zwischen Keyword-Advertising und klassischer Suchmaschinenoptimierung unterschieden wird. Beim Keyword-Advertising erfolgt die bezahlte Suchanzeige nur dann, wenn das entsprechende Keyword eingegeben wurde. Die Buchung der Suchworte wird in der Regel über ein Auktionsmodell abgewickelt – die Textanzeige des Höchstbietenden erscheint an erster Stelle.
Als dritte große Werbeform nennt die Studie das Affiliate Marketing – eine Entwicklung, die uns als Werbenetzwerk richtig gut gefällt!
Das Internet hat sich also als Werbemedium offiziell etabliert – zu Lasten der traditionellen Medien, die mit sinkenden Anteilen an den Werbebudgets zu kämpfen haben. Einer Studie des Online-Vermarkterkreises zur Folge betrugen die Investitionen Werbetreibender in die drei genannten Teilbereiche im vergangenen Jahr 3,638 Mrd. Euro, wovon 1,904 Mrd. auf klassische Bannerwerbung entfielen. Für Keyword-Advertising wurden 1,476 Mrd. aufgewendet und das Affiliate-Marketing bildete mit nur 308 Mio. Euro das Schlusslicht. Noch.
Die Studie untersuchte auch E-Mail-Marketing durch Newsletter-Versand und die Nutzung von Microblogging-Diensten wie Twitter, durch die vor allem Hinweise auf bevorstehende aktionen, Gutscheincodes und neue Angebote zielgruppengenau versendet werden können.
Indikatoren und Entwicklungen sind auch in der folgenden Grafik noch einmal zusammengefasst.

Anhand der Ergebnisse ist Online-Advertising auf lange Sicht ein Wachstumsmarkt. Der Trend geht außerdem vermehrt in Richtung sozialer Netzwerke, deren Potential aus Werbesicht immer noch vergleichsweise unerschlossen ist. Durch die stetigen Verbesserungen im Bereich des Webcontrollings werden die Werbeangebote auch immer genauer auf den einzelnen User zugeschnitten. In diesem Zusammenhang ist es wahrscheinlich, dass die Ansätze des Performance-Marketings an Bedeutung zunehmen, deren Ziel eine messbare Reaktion bzw. Transaktion mit dem Nutzer darstellt. Genau diesen Zuschnitt auf einzelne User, auf ihre Interessen und Präferenzen, verspricht plista.
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Erstaunlich ist, dass Affiliate Marketing noch hinter Bannerwerbung liegt. Beim Affiliate Marketing ist das zu tragende Risiko deutlich geringer, da die Affiliates ja nur für jeden Sale bezahlt werden. Womöglich sind es gerade große Unternehmen, die Banner buchen, um Branding zu betreiben!