Interview mit Torben Brodt
Im achten Teil der Mitarbeiter-Interview-Reihe stellen wir heute Torben Brodt (24 Jahre alt) vor.

Torben, was war der erste Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?
Ich glaube, das war ziemlich spät, in der 7. Klasse vielleicht, und dann direkt die Richtung Medieninformatik mit dem Berufswunsch 3D-Designer. Es gab früher schon diese ganzen 3D-Serien und heute ist die Branche ja sehr groß mit Pixar und Co.
Was hat dich zu plista verschlagen?
Bei meiner Berufsorientierung lag der Studiengang Medieninformatik nahe, wobei ich dann schon kein 3D-Designer mehr werden, sondern programmieren wollte. In Wiesbaden hab ich dann meinen Bachelor in Medieninformatik gemacht und das letzte Semester in Berlin verbracht, ein Praktikum bei plista absolviert und auch meine Bachelor-Arbeit hier geschrieben. Mir hat es gefallen und so bin ich direkt dabei geblieben.
Wofür bist du bei plista zuständig?
Hauptsächlich für die Algorithmen und auch für die Skalierung. Hier gilt es immer die beste Lösung zwischen Qualität und Performance zu finden. Alles, was im Kleinen funktioniert, muss schließlich auch im Großen funktionieren.
Und was schätzt du an der Arbeit in einem Startup?
Als ich mein Praktikum hier gemacht hab, waren wir noch recht wenige Leute, man hatte sofort was zu sagen, Verantwortung und man konnte viel mitentscheiden. Außerdem macht man auch außerberuflich viel zusammen, ich kenne jeden mit Vor- und Nachnamen und das alles macht für mich diesen Startup-Charakter aus.
Hast du irgendwelche Hobbies, die dich einzigartig machen?
Ich habe relativ kurzlebige, dafür außergewöhnliche Hobbies. Letztes Jahr bin ich nach kurzer Vorbereitung zum Beispiel den Berlin Marathon gelaufen. Außerdem ist mein Programmier-Forum „easy-coding“ mein großes Hobby. Da beantworte ich viele Fragen und halte mich auch mit anderen Programmiersprachen, die ich jetzt nicht unbedingt bei plista brauche, auf dem Laufenden.
In welchen sozialen Netzwerken bist du angemeldet und welche Relevanz bzw. Glaubwürdigkeit hat Werbung dort für dich?
Ich bin bei Facebook und meinVZ angemeldet. Beide Netzwerke nutze ich aber eher weniger, daher hat Werbung dort zumindest für mich keine Relevanz. Gerade bei den bekannten Netzwerken gehört Werbung einfach dazu und ist auch schön implementiert.
Wer sind deine Vorbilder in der Branche? Wer inspiriert dich?
Google ist natürlich ein großes Vorbild. Beeindruckend, wie groß die in wenigen Jahren geworden sind. Während meines Studiums war ich auch schon Mr. Google, hab alle Produkte gekannt und damit herumexperimentiert. Die Jungs sind auf jeden Fall ein Vorbild, auch für plista generell, da wir ja in einer recht ähnlichen Branche sind.
Manche Experten sagen, das Social Web sei auf einem Höhepunkt angelangt, an dem das Interesse daran, sein Leben im Internet darzustellen, wieder mehr abnehmen wird.
Andere Experten sprechen davon, dass Facebook und Twitter nur die ersten gut funktionierenden Modelle waren und unsere Privatsphäre in Zukunft völlig verloren gehen wird. Mark Zuckerberg sagte ja schon einmal, auf Kritik an Facebooks Datenschutz, dass Privatsphäre in der heutigen Zeit ein völlig veraltetes Konzept sei. Was denkst du persönlich, wie wird die Entwicklung weitergehen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sozialen Netzwerke wieder einen Rückgang erleben werden. Sowohl technisch als auch in der Menge der Nutzer wird es da eine stetige Weiterentwicklung geben. Jeder, der erwachsen ist, sollte natürlich wissen, wie man mit seinen Daten umzugehen hat, denn die meisten Leute, die sich so intensiv über Twitter und Facebook mitteilen, machen das ja ganz bewusst, es passiert ihnen ja nicht einfach so.
In welchen Momenten fühlst du dich durch Werbung genervt?
Werbung stört, wenn sie einem entgegenspringt. Wenn Anbieter, die wir jetzt nicht nennen wollen *schmunzelt*, Schließen-Buttons haben, die das Fenster nicht schließen, sondern weitere öffnen. Das ist natürlich aggressive Werbung, die so keiner haben will. In solcher Werbung sehe ich eigentlich auch gar keinen Nutzen *lacht*! Für die Publisher lohnt sich das natürlich, die verdienen gutes Geld damit, aber für die Advertiser…
Wie sieht für dich die Zukunft des Online-Marketing aus und welche Rolle könnte plista dabei übernehmen?
Google ist natürlich der größte Player, dem versuchen wir immer mehr Volumen abzugreifen und bei dem aktuellen Wachstum sieht das auch ganz gut aus. Unsere Zielgruppen sind in etwa gleich, dennoch unterscheiden sich unsere Produkte im Ansatz ganz klar.
Könntest du dir vorstellen, in einer völlig anderen Branche zu arbeiten?
Ich könnte einen der beiden Zweige weiter ausbauen. Entweder mehr Online-Marketing oder mehr Programmieren, aber im Moment bewegt sich das wirklich in dem Rahmen. Ich weiß allerdings nicht, was in 20 Jahren ist, dahin halte ich mir alles offen.
Hättest du völlig freie Hand, wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten?
Wahrscheinlich würde ich das Dach wegreißen und in der Sonne sitzen. Licht und Helligkeit sind sehr angenehm, zugleich dürfte es aber nicht zu heiß sein und bei Regen wäre ein Dach auch hilfreich. Dementsprechend haben wir hier schon eine ganz gute Lösung gefunden.
Zum Abschluss: Hätte plista ein Tier im Logo, für welches würdest du dich entscheiden?
Da ich über die Algorithmen zu plista gekommen bin, erinnere ich mich gern an eine Informatikaufgabe. Es ging um die Nachbildung des Schwarmverhaltens mit Tauben. Sie haben sich gegenseitig angezogen, eine Gruppe gebildet, sich wieder gegenseitig abgestoßen, und genauso funktionieren auch viele Algorithmen, indem man den einen Einfluss hinein rechnet und den anderen wieder hinaus rechnet. Tauben sind ja auch sehr nett *lacht*!
Herzlichen Dank, Torben!





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