Interview mit Marc Pribbernow

Im siebenten Teil der Mitarbeiter-Interview-Reihe stellen wir heute Marc Pribbernow (23 Jahre alt) vor.

Marc Pribbernow

Marc, was war der erste Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?
Ich hatte gar keinen direkten Berufswunsch, hab aber eine wichtige Erfahrung gemacht. Da mein Vater im Baugewerbe tätig ist, und ich während der Sommerferien immer helfen konnte/durfte/sollte *schmunzelt*, hatte ich auf keinen Fall Lust auf körperliche Arbeit.

Wie bist du ins Online-Gewerbe und zu plista gekommen?

Das Internet war für mich ein spannender Markt. Ich hatte damals mit dem Kollegen Reiher ein eigenes, kleines Startup aufgebaut, in der Freizeit mehr oder weniger. Wir hatten die Idee, dass wir relevante Inhalte an Nutzer liefern, die ihr Profil bei uns nach ihren Interessen gestalten und haben schnell gesehen, dass man mit einer kollektiven Intelligenz ziemlich interessante Sachen von Person A zu Person B transportieren kann. Das hat viel Spaß und Freude bereitet, uns aber auch gezeigt, dass man sich marketingtechnisch was ausdenken muss, da der Spaß sonst nicht tragbar ist. So bin ich quasi zum Online-Marketing gekommen und damit auch zu plista. Wir haben damals festgestellt, dass plista besser ist und haben uns dann entschieden, zu plista zu gehen.

Wofür bist du bei plista zuständig?
Ich bin momentan für die Softwareentwicklung im Hintergrund zuständig, also für Backend und das Portal. Außerdem bin ich für die Statistiken und das Cockpit zuständig. Sonst mach ich hier die Mucke *lacht*!

Und was schätzt du an der Arbeit in einem Startup?
Ich weiß nicht, ob das in allen Startups so ist, aber ich finde, bei plista gelingt es besser als bei allen Arbeitgebern oder Agenturen, wo ich bisher gearbeitet hab, die Leichtigkeit des Seins mit der Wichtigkeit der Dinge zu verbinden. Man könnte jetzt vermuten, hier geht alles drunter und drüber, aber dadurch, dass jeder seinen riesigen Freiraum nicht nur hat, sondern auch nutzt, ist so viel Dynamik in der ganzen Sache, dass eigentlich jeden Tag etwas anderes entstehen könnte.

Hast du irgendwelche Hobbies, die dich einzigartig machen?
Ich spiele Fußball in der Oberliga! Sport ist sowieso sehr wichtig für mich. Außerdem bin ich Schlagzeuger, allerdings nicht mehr in einer Band, das ist schon etwas länger her.

In welchen sozialen Netzwerken bist du angemeldet und welche Relevanz bzw. Glaubwürdigkeit hat Werbung dort für dich?
Facebook und Xing, wobei ich Xing so gut wie gar nicht nutze. Facebook nutze ich ziemlich intensiv, da es sehr wichtig für mich ist, soziale Kontakte zu pflegen, aber die Werbung hat dort für mich keine Relevanz. Ich nehme sie zwar wahr, interessiere mich auch dafür, beobachte sie gerne, aber sie spricht mich nie an.

Wer sind deine Vorbilder in der Branche? Wer inspiriert dich?
Die google-Gründer Larry Page und Sergey Brin. Das sind auf jeden Fall krasse Vorbilder, die ihrer Zeit allerdings auch weit voraus waren. Aber so wie die könnte man schon sein *lacht*!

Das Internet schafft durch seine unzähligen Informationsmöglichkeiten eigene Öffentlichkeiten. Ist es eher ein Vorteil, dass das Diktat der meinungsführenden Leitmedien dadurch verwässert wird, oder stellt eher die Flut von nicht überprüfbaren Informationen eine Belastung dar?
Ich begrüße es auf jeden Fall, dass man als Endkonsument viele verschiedene Quellen zur Verfügung hat. Es ist ja gerade heute häufig so, dass die meisten Nachrichten von den großen Presseagenturen geschrieben werden und auch die Leitmedien diese nur übernehmen. Wenn dann ein paar Blogs mehr die Informationen online stellen, ist das halb so schlimm, da sie eh schon überall gedruckt sind. Wenn aber ein paar andere Blogs die Leser anregen können, alternative oder ergänzende Informationen zu erlangen, finde ich das natürlich sehr gut. Wobei natürlich auch immer die Gefahr besteht, dass man aus der Flut der Informationen, die auf einen einprasseln, die relevanten Essenzen nicht sofort herausfiltern kann. Eine Filtersoftware in diese Richtung wäre doch mal eine Weiterentwicklung für plistas Produktpalette.

In welchen Momenten fühlst du dich durch Werbung genervt?
Alles, was laut ist und nervt, stört mich. Alles, was nicht in den aktuellen Content passt. Die perfekte Medienart würde es verstehen, einem bei der Suche in Suchmaschinen oder auch in Shops die Werbung zu liefern, die einen auch interessiert oder zum Produkt passt, denn dann will man ja Dinge auswählen und sich zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden.

Wie sieht für dich die Zukunft des Online-Marketing aus und welche Rolle könnte plista dabei übernehmen?
plista könnte schon eine Hauptrolle dabei spielen. Werbung wird einfach immer mehr präferenzbasiert sein, ob bestimmte Gruppen das wollen oder nicht. Der Trend wird sich genauso durchsetzen wie beispielsweise das Handy und daher glaube ich, dass sich nach und nach immer mehr Werbetreibende mit unserem Produkt befassen müssen, um effiziente Online-Werbung betreiben zu können.

Könntest du dir vorstellen, in einer völlig anderen Branche zu arbeiten?
Ja, auf jeden Fall, aber mittlerweile würde es mir sehr schwerfallen, mich aus der Online-Branche zu verabschieden. Als DJ wär ich zum Beispiel auch sehr glücklich, weiß allerdings nicht, ob man davon seinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Mit einer Profi-Fußball-Karriere hab ich sowieso längst abgeschlossen *lacht*!

Hättest du völlig freie Hand, wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten?
Ich würde mir auf jeden Fall mit meiner Freundin einen VW-Bus nehmen, noch ein paar Kumpels einladen und quer durch Europa fahren. Permanentes WLAN müsste vorhanden sein und dann einfach auf der Rückbank mit dem Laptop arbeiten! Unterwegs immer mal an irgendwelchen Stränden anhalten, aber sonst nur unterwegs sein und dabei arbeiten, das wär’s!

Zum Abschluss: Hätte plista ein Tier im Logo, für welches würdest du dich entscheiden?
Plista wäre auf jeden Fall ein Mistkäfer. Das muss ich allerdings kurz erklären *lacht*! Mistkäfer ernähren sich ja teilweise von Dung und legen dort auch ihre Eier hinein, nachdem sie den Dung zu einer großen Kugel geformt haben, die dann vergraben wird. Sie transportieren ca. 75 % des entstehenden Dungs ab, lockern den Erdboden auf, düngen ihn und erschließen neue Oberflächen für das Graswachstum. Damit sind sie sehr wichtig für das Ökosystem, obwohl sie vergleichsweise sehr klein und selten zu sehen sind.
plista hat eine ähnliche Verantwortung dem Informationssystem im Internet und der Akquise der Kunden gegenüber, obwohl man es als Enduser auch sehr selten wahrnimmt. Alles genau wie beim Mistkäfer eben.

Herzlichen Dank, Marc!

Kategorie: plista - Das Team

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