Interview mit Manuel Naskrent

Im vierten Teil der Mitarbeiter-Interview-Reihe stellen wir heute Manuel Naskrent (28 Jahre alt) vor.

Manuel Naskrent

Manuel, was war der erste Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?
Das hört sich, glaube ich, peinlich an, aber es war Polizist.

Wie wurdest du von dort zum Online-Marketing getrieben, bzw. gab es ein bestimmtes Ereignis, das dich diese Richtung hat einschlagen lassen?
Ich hab in Mainz BWL studiert und als es dann zur Wahl des Schwerpunktes kam, war ich mir aufgrund der großen Auswahl erst einmal nicht ganz sicher. Ich hab dann gesehen, dass Freunde von mir Kommunikation als Schwerpunkt gewählt haben. Das klang für mich auf jeden Fall interessant, Kommunikation ist eine meiner Stärken und das Modul schloss auch Online-Marketing mit ein. Dabei bin ich dann geblieben.

Wofür bist du bei plista zuständig?
Ich bin momentan im Sales, noch als Praktikant, soll dann aber helfen, den Aftersales ganz neu aufzubauen. Das hat viel mit Kundenbetreuung zu tun, Bestandskunden müssen gepflegt werden und außerdem müssen Verbesserungsvorschläge erdacht und angenommen werden.

Und was schätzt du an der Arbeit in einem Startup?
Im Gegensatz zu großen Firmen ist das hier alles sehr unkompliziert. Es wird allerdings mehr Eigeninitiative erwartet und daran musste ich mich auch erst mal gewöhnen. So langsam finde ich mich hier aber eigentlich besser ein und glaube, dass man daher auf lange Zeit auch selbst mehr erreichen kann. Ich hab halt schon bei zwei sehr großen Konzernen gearbeitet, wo alles reichlich strukturiert zugeht. Außerdem befindet sich ein Startup ja im stetigen Aufbau und sowas mitzubekommen, ist sehr interessant.

Hast du irgendwelche Hobbies, die dich einzigartig machen?
Ich entspanne gerne bei der Gartenarbeit und reise auch sehr viel. Ich war jetzt gerade erst in Afrika und die nächsten Ziele sind dann wieder Asien und gerne auch mal Südamerika. In Afrika war ich aber auch bestimmt nicht zum letzten Mal. Die meisten exotischen Länder haben ja auch so viel Natur und Kultur zu bieten, dass man das mit einer Reise dorthin lange nicht alles abdecken kann.

In welchen sozialen Netzwerken bist du angemeldet und welche Relevanz bzw. Glaubwürdigkeit hat Werbung dort für dich?

Angemeldet bin ich bei Facebook und Xing. Bei Facebook hab ich die Werbung noch nicht bewusst wahrgenommen. Es geht ja auch viel mehr darum, mit Freunden aus aller Welt in Kontakt zu bleiben. Bei Xing geht es mir ja auch ausschließlich um Business-Kontakte und daher empfinde ich etwaige Werbung auch nicht als störend. Wenn jetzt wirklich etwas dabei ist, was mich interessiert, klicke ich natürlich drauf, ansonsten geht das in den meisten Fällen völlig an mir vorbei.

Wer sind deine Vorbilder in der Branche? Wer inspiriert dich?
Direkte Vorbilder aus der Branche hab ich nicht. Mich inspirieren viel eher meine direkten Kollegen und die Ziele der Firma, in der ich arbeite. Natürlich inspiriere ich mich auch selbst mit all dem, was ich zukünftig erreichen möchte und vielleicht auch sein möchte.

Das Internet schafft durch seine unzähligen Informationsmöglichkeiten eigene Öffentlichkeiten. Ist es eher ein Vorteil, dass das Diktat der meinungsführenden Leitmedien dadurch verwässert wird, oder stellt eher die Flut von nicht überprüfbaren Informationen eine Belastung dar?
Generell finde ich: Je mehr Informationen, desto besser für alle. Man sollte natürlich jede Art von Informationen immer anhand anderer Quellen überprüfen, um sich ganz sicher zu sein. Das gilt für die Tagesschau wie für jeden kleinen Blog. Was die Informationsbeschaffung angeht bin ich ziemlich konservativ. Ich sehe regelmäßig die Tagesschau und bin Spiegel-Abonnent. Spiegel.de ist dann auch meine Startseite, was eigentlich schlimm ist, da man sich ja auch immer das Medium sucht, was am besten zu einem passt und sich dann selbst für andere Informationskanäle und damit auch eine differenziertere Berichterstattung verschließt. Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, informiere ich mich auch auf internationalen Seiten, da die häufig ein anderes Bild von Deutschland und den Geschehnissen in Deutschland zeichnen, als unsere Medien das tun.

In welchen Momenten fühlst du dich durch Werbung genervt?
Richtig gestört fühl ich mich eigentlich nur bei einem guten Film. Ganz schlimm sind dann auch diese Einspieler, die das Bild kurz splitten und irgendwelchen Mist für den nächsten Tag ankündigen. Bei den Simpsons wurde das mal parodiert. Die haben dann Simpsons-Werbung in dem Stil in die Folgen eingebaut, die dann von Homer weggeschoben und ein Mal sogar gegessen wurde *lacht*!
Im Web stören mich diese Pop-ups natürlich ganz massiv, bei denen man erst mal suchen muss, wie man sie wieder weggeklickt bekommt.

Wie sieht für dich die Zukunft des Online-Marketing aus und welche Rolle könnte plista dabei übernehmen?
Der Trend geht natürlich immer mehr zur Individualisierung der Werbung, was Facebook und studiVZ damals ja auch schon versucht haben. Solange die Datenschutzrichtlinien bei ihrem heutigen Stand bleiben, die ja auf der einen Seite einen guten Schutz der Privatsphäre der Nutzer gewährleisten, andererseits Empfehlungsdienste durch Targeting-Maßnahmen möglich machen, hat plista eine gute Chance, ein Big Player in dem Spiel zu werden und sich ein ordentliches Stück vom Kuchen abzuschneiden. Es gibt natürlich viel Konkurrenz, die nicht wartet, sondern irgendwann mit ähnlichen Softwareprodukten auf den Markt kommen und auch individuelle Werbung anbieten wird, aber plista wird dann nicht nur das Potential sondern auch die Erfahrung haben, um in dem Spiel gut mitspielen zu können.

Könntest du dir vorstellen, in einer gänzlich anderen Branche zu arbeiten?
Ja. Ich wäre gerne Förster, das ist so das erste, was mir da in den Kopf kommt *schmunzelt*. Bäume wachsen sehen ist vielleicht das gleiche Gefühl, das hier die Gründer haben, wenn sie plista wachsen sehen. Mir tut sowas gut und das ist vielleicht einer der Gründe, warum ich Gartenarbeit so mag.

Hättest du völlig freie Hand, wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten?
Zurzeit hätte er eine Sprinkleranlage *lacht*! Spaß beiseite, eine Klimaanlage wäre gut, ansonsten ist mir Harmonie am Arbeitsplatz sehr wichtig. Beleuchtung ist wichtig, lichtdurchflutet muss es sein, nicht zu warm, nicht zu kalt, Pflanzen sind wichtig und dann ergibt sich auch einfach eine gute Atmosphäre.

Zum Abschluss: Hätte plista ein Tier im Logo, für welches würdest du dich entscheiden?
Vielleicht für einen kleinen Baby-Löwen, der die Chance hat, ein großer, stattlicher Löwe zu werden, für den aber auch die Gefahr besteht, selbst gefressen zu werden.

Herzlichen Dank, Manuel!

Kategorie: plista - Das Team

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