Behavioural Targeting in den USA und Europa
Während Behavioural Targeting einerseits ganz klar relevant ist für die Online Werbebranche, steht sie andererseits auch deutlich in der Kritik, wegen zu geringer Transparenz. In den USA nehmen bereits mehrere große Werbevermarkter wie Google, Microsoft und Yahoo an einer Aktion des IAB (Interactive Advertising Bureau) teil, um für Internetnutzer Behavioural Targeting transparenter zu machen. Die EU untersucht ihrerseits weiterhin verstärkt, ob Behavioroual Targeting hierzulande reguliert werden muss.
Zwar nehmen die oben genannten Werberiesen an der Aktion des IAB teil, doch das reicht noch bei weitem nicht aus. In solch einer Branche, die mehrere Milliarden schwer ist, müssen noch viele weitere Vermarkter teilnehmen, damit die Transparenz auch gegeben werden kann und es nicht nur Show nach außen ist. Es ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Auch in Deutschland muss in dieser Richtung noch einiges geschehen, um am besten zusammen mit der EU an Entscheidungen zu arbeiten, anstatt der EU mehr oder weniger freie Hand zu gewähren. Werberiesen aus den USA unterliegen gesetzlich bis heute nicht den Datenschutz und Privatsphären Bestimmungen, die für deutsche Unternehmen gelten. Das ist schon jetzt ein riesiger Wettbewerbsnachteil. Wenn sich das jetzt auf weitere Bereiche im Web ausdehnt, z.B. Behavioural Targeting, dann können deutsche Vermarkter einpacken. Google, Microsoft und Yahoo wird das aber egal sein. Sie müssen sich ja nicht an deutsche oder europäische Gesetze halten.
Es wird Zeit für deutsche Werbevermarkter, Targeting-Dienstleister und weitere Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind, aktiv nach einer Lösung zu suchen. Vielleicht eine Allianz? Ein politischer Appell? Und was sagt eigentlich Fr. Ilse Aigner dazu, dass deutsche Webunternehmen anderen Gesetzen ausgesetzt sind als andere Länder, die nicht in Deutschland oder in Europa ansässig sind?





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