Wollen Internetnutzer Bezahl-Inhalte?
Die Forsa Studie im Auftrag von BITKOM bestätigt: die große Mehrheit der deutschen Internetnutzer sind abgeneigt für Inhalt Geld zu bezahlen. Laut der Studie sind nur ca. 16% zu diesem Schritt bereit. Die Zahlen kann man drehen wie man möchte, sie lassen aktuell nur eine Prognose zu: Werbung wird vorerst weiterhin die wichtigste Einnahmequelle für Publisher bleiben.
Mit Studien muss man aber vorsichtig umgehen. Auf dem ersten Blick scheint es hier, als ob die Kostenlos-Kultur Propaganda, die regelmäßig quer durch alle Medien zu hören und lesen ist, bestätigt wird. Aus diesem Grund schauen wir uns die Zahlen genauer an.
Wer sind die 16%, die bereit sind zu bezahlen? Es sind überwiegend Abiturienten. Aha, also Menschen mit einem höheren Bildungsgrad. Jeder vierte von ihnen würde bezahlen. Für einen Artikel würden 97% ca. 10 Cent bezahlen und sogar 56% würden bis zu 1€ für einen Artikel ausgeben.
Aufgeschlossen gegenüber Bezahl-Inhalten sind auch die Befragten im Alter von 18 – 29! 19% von ihnen, also jeder fünfte, würde für qualitativ hochwertige Artikel von Journalisten Geld bezahlen. Achim Berg (Vizepräsident BITKOM) sagt: „Für viele Unter-30-Jährige ist das Zahlen von Kleinbeträgen im Internet absolut normal. Sie laden sich schon jetzt kostenpflichtige Musik oder Zusatzprogramme für Mobiltelefon, MP3-Player oder PC herunter “.
Kommen wir nun zur nächsten Gruppe. Nur 5% der Hauptschulabsolventen würden für qualitativ hochwertigen Inhalt bezahlen. Gründe gibt es hierfür sicherlich viele. Der wichtigste Grund wird aber sein, dass diese Gruppe beruflich einfach die schlechtesten Perspektiven hat. Sie verdienen am wenigsten und können daher auch wenig oder nichts reinvestieren.
Bleibt aber immer noch die Frage: Wer kauft einen Artikel für 1€? Im iTunes Store lädt man sich einen Song für 99 Cent herunter. Songs hört man sich aber immer wieder an. Einen Artikel liest man einmal und in den seltensten Fällen zweimal, danach sieht man den Artikel nie wieder. Jetzt wird sehr viel spekuliert und orakelt, welches Geschäftsmodell für Publisher das größte Potential und am besten umsetzbar ist. Flatrates? Für jeden Artikel separat bezahlen?
Das Motiv der Publisher ist, dass sie für Qualität entsprechend entlohnt werden möchten. Ist die einzige Alternative Geld für einen Artikel zu verlangen? Nein. Die Probleme der Publisher liegen u.a. auch in den niedrigen Preisen, die sie für Werbung überhaupt verlangen können. Bannerwerbung nervt die Leser. Die Zeit ist gekommen für was besseres. Sinnvoll und ergänzend zum bisherigen Geschäftsmodell von Publisher ist plista. Wir empfehlen individuell jedem Leser die besten und interessantesten Artikel auf Basis seiner Präferenzen. Unser Werbeformat hat Durchschlagskraft. Durchschnittliche CTR’s von 7%-12% sprechen für sich, im Gegensatz zu durchschnittlichen 0,5% der restlichen Werbebranche. Das plista Prinzip: „Leute, die das lesen, lesen auch…“ oder „Das könnte Sie auch interessieren“ funktioniert in der Praxis bestens.
Die Zeit der Veränderung ist gekommen und wir tragen dazu bei. Publisher werden durch plista in Zukunft besser monetarisieren und Umsätze steigern können.





Letzte Kommentare